Börsenstromtarif
Beim Börsenstromtarif zahlst du den aktuellen Marktpreis für Strom – der stündlich schwankt. Mit dem richtigen Setup sparst du erheblich.
Was ist ein Börsenstromtarif?
Bei einem Börsenstromtarif (auch dynamischer Stromtarif) richtet sich der Preis nach dem aktuellen Spotmarkt der Strombörse (EPEX). Anstatt eines festen Preises pro kWh zahlst du den Marktpreis der jeweiligen Stunde – zuzüglich Netzentgelte, Steuern und Abgaben, die konstant bleiben.
Wie stark schwankt der Preis?
Der Börsenstrompreis variiert erheblich – je nach Angebot (Wind, Sonne) und Nachfrage:
- Günstige Stunden: Nachts bei viel Wind oder mittags bei hoher PV-Einspeisung – oft 2–8 Ct./kWh
- Teure Stunden: Morgens 7–9 Uhr und abends 17–20 Uhr – oft 25–40 Ct./kWh
- Negative Preise: Bei sehr viel Ökostrom kann der Preis sogar negativ werden
Wann lohnt sich ein Börsenstromtarif?
Ein Börsenstromtarif lohnt sich besonders für Haushalte die:
- Einen Batteriespeicher haben – für Arbitrage
- Eine PV-Anlage betreiben – Überschuss intelligent verwalten
- Eine Wärmepumpe oder Wallbox haben – flexible Großverbraucher
- Bereit sind, Verbrauch zeitlich zu verschieben
Brauche ich einen Speicher?
Nein – auch ohne Speicher kann ein Börsenstromtarif sinnvoll sein, wenn du deinen Verbrauch flexibel gestalten kannst (Waschmaschine nachts, Spülmaschine mittags). Mit Speicher entfaltet sich aber das volle Einsparpotenzial: Das EMS übernimmt die Steuerung vollautomatisch.
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